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Also eigentlich sammelt der Sandsammler nur Sand,
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Sand bezeichnet man als ein unverfestigtes Sediment, auch „loses Sediment“ oder auch „Lockergestein“ genannt, mit einer Korngröße nach DIN 4022: Feinsand 0,063 - 0,20mm /Mittelsand 0,20 - 0,63mm / Grobsand 0,63 - 2,00mm. Sand ist ein Produkt ständig stattfindender umfassender, physikalischer und chemischer Umwandlungsprozessen von Gesteinen. Es gab und gibt ihn nie in beständiger Form. Er ist aber auch nie vergänglich. Wind-, Wasser-, Temperatur-, Druck und chemische Einflüsse verändern ihn in ständigem Kreislauf von Gesteinsverfall bis zur Gesteinsbildung über einen Zeitraum von Jahrmillionen.Was eigentlich kaum einer weiß, Sand hat eine sehr große industrielle und damit auch wirtschaftliche Bedeutung. In vielen Bereichen wird er in Massen als Verfahrensmittel oder für andere Verwendungszwecke eingesetzt.
Es gibt auch Menschen, die sehen Sand als Wunder der Natur und sammeln ihn. Im Gegensatz zur Allgemeinheit wird Sand meist nicht beachtet oder nur als störend empfunden, wenn der Sand in den Sandalen reibt, am Strand auf der eingeölten Haut klebt oder zwischen den Zähnen knirscht. Kinder finden ihn schon wieder klasse, da entsteht so manches Bauwerk an den Stränden und die Murmeln rollen über den Sand, das ist dann jedoch schon alles. Sand gibt es in vielen Farben, rötliche meist aus Wüsten, schwarze aus vulkanischen Gebieten, weiße an den Stränden oder mitten im Land. Andere Farben, die dann von den dort im Erdreich enthaltenen Mineralien Ihre Farbe erhalten, z.B. grüne findet man sehr selten und blaue gar nicht.
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© Thierry London
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Frankreich - Maisse - Sandgrube mit einem Fund aus grünem, rötlichen, braunen und weißen Sand
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Man unterscheidet im Wesentlichen 3 Arten von Sand:
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Leichtmineralsand -
Hat eine Dichte bis 2,9 g/ qcm, sie bilden mehr als 90% der festen Erdkruste. Die Wichtigsten sind Quarz und Feldspat. Der reine Quarzsand findet Verwendung bei der Herstellung von Keramik, Schleif- und Putzmittel, in Baustoffen sowie als Bremssand bei der Bahn.
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© Deutsches Sandmuseum
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Schwermineralsand -
Wird als solcher bezeichnet, wenn sie eine höhere Dichte als 2,9g/qcm aufweisen.Im Sand können sich dann z.B. Mineralien wie Granat, Ilmenit, Magnetit, Zirkon, Olivin (vulkanisch) aber auch Gold befinden, was man größtenteils nur unter dem Mikroskop erkennen kann.
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© Deutsches Sandmuseum
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Karbonatsand -
Wird als solcher bezeichnet, wenn z.B. Korallenbruchstücke, Muschel- und Schneckenschalen sowie Gehäuse von kalkschalenbildenden Einzellern enthalten sind. Nicht nur heutige Lebewesen gehören dazu, sondern auch Fossilien.
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Neuseeland - Coromandel
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Oder auch Ooid (oolithische) - Sande gehören zu den Karbonatsanden. Die Sandkörner sind Kalk-Kügelchen, die so ähnlich entstanden sind wie Perlen, nur ohne Auster. Im warmen, kalkhaltigen Flachwasser von Meeren, konzentriert sich Kalk um einen Kondensationskern (kleinste Sedimentpartikel, die im bewegten Meerwasser schweben). Die Sandkörner sehen aus wie kleine polierte Perlen oder auch Senfkörner und bleiben nie da liegen, wo man sie haben möchte.
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© Deutsches Sandmuseum
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Aber es gibt auch Sandsammler, die weit mehr Sammeln als nur Sand, so wie ich, ich sammle auch:
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Sandstein, ist ein Sedimentgestein mit verkitteten Sandkörnern, die meist aus Quarz bestehen. Die Sandkörner sind zwischen 0,063mm - 2,00mm groß.
Kies, in Flüssen und Bächen rundgeschliffene Steine, werden umgangssprachlich Kieselsteine genannt, unrunde oder scharfkantige Formen heißen hingegen Schutt und werden im Bauwesen auch als Schotter bezeichnet. Der Feinkies ist 2,00 - 6,3mm (Kies ab der Körnung 6,3 - 63mm, werden eher weniger oder gar nicht gesammelt).
Ton (Bodenart), bezeichnet Mineralkörner natürlichen Ursprungs mit einer Korngröße von 0,00002mm.
Schluff (Feinboden), ein Sedimentgestein, es hat eine Korngröße zwischen 0,002 - 0,063mm. Das sind z.B. die schönen bunten aus den Ockerbrüchen in Frankreich.
Kaolinsand, ist ein weißes, sehr feinkörniges Gestein, das zur Herstellung von Porzellan und Papier verwendet wird.
Vulkanaschen+ Gesteine, zum Beispiel vom Ätna, Vesuv oder Mount St. Helens.
Schwefel, von der Solfatara bei Pozzuoli. Das riecht nach faulen Eiern oder was gab es da noch ? „Stinkbomben“, die duften auch so herrlich.
Gips, Gipssand aus der Chihuahua Wüste in New Mexiko, „White Sands National Monument“. Einzigartig, der Gips kann nicht wegtransportiert werden, da es da keinen Fluss gibt, so haftet er sich an feste Teilchen und verteilt sich in dem trockenen Tal und bleibt dann als Gipssand liegen.
Sonstiges, in meiner Sammlung habe ich auch Kieselgur, das auch Diatomeenerde ( Diatomeen sind kleinste Kieselalgen) genannt wird. Brechsande in Sandkorngröße aus Minen von: Pyrit, Lapislazuli, Türkis, Sodalith und auch Salz vom Chott el Djerid in Tunesien, Salz vom Toten Meer oder vom Assalsee in Dschibuti.
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Ferner habe ich auch ein paar Tiefseeproben, das heißt, sie sind vom Meeresgrund aus einer Tiefe bis zu 4573m, auf die ich ganz stolz bin, denn da kommt man nicht mal geschwind vorbei und kann etwas mitnehmen.
Ich habe aber auch Erde in meiner Sammlung. Ja Erde, Ihr habt das schon richtig gelesen, z.B. von Historischen Plätzen oder selten besuchten Ländern, wo man so schnell keinen Sand findet.
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Jetzt denkt Ihr bestimmt: „Die ist ja total durchgeknallt“, nein, nein ich bin noch ganz normal.
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Für die Bilder möchte ich mich ganz herzlich bei
Thierry London,
Dr. Harald Maage,
Ralf Hermann und Michael Dietrich vom Deutschen Sandmuseum
bedanken, die mir diese zur Verfügung gestellt haben.
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© 2007 www.renates-sandsammlung.de Renate Wilk 70567 Stuttgart
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